Alexander Stein - Adolf Hitler, Schüler der ”Weisen von Zion“


Alexander Stein - Adolf Hitler, Schüler der ”Weisen von Zion“

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Hannah Arendt über dieses Buch:

Die wiederholten Nachweise, daß es sich bei den Protokollen um eine Fälschung handelt, wie auch die unermüdlichen Enthüllungen ihrer wirklichen Entstehung, sind ziemlich irrelevant. Es ist von weitaus größerer Wichtigkeit, daß man nicht das erklärt, was an den Protokollen offenkundig, sondern was an ihnen mysteriös ist: vor allem, weshalb sie trotz der offensichtlichen Tatsache, daß es sich um eine Fälschung handelt, andauernd geglaubt werden. Hier, und nur hier allein liegt der Schlüssel zu der Frage, die allem Anschein nach niemand mehr stellt, warum die Juden der Funke waren, an dem sich der Nazismus entzündete ... (Das) beweist, wie recht Alexander Stein mit seiner wissenschaftlichen Abhandlung über Adolf Hitler: Schüler der “Weisen von Zion” hatte, einer Veröffentlichung, die in den dreißiger Jahren nicht auf das geringste Echo stieß. Er weist darin nach, daß die Organisation der angeblichen “Weisen von Zion” ein Modell war, dem die faschistische Organisation nacheiferte, und daß die Protokolle all die Grundsätze enthielten, die sich der Faschismus aneignete, um die Macht zu erringen. Das Geheimnis für den Erfolg dieser Fälschung war also in erster Linie nicht der Judenhaß, sondern viel eher die grenzenlose Bewunderung, die der Gerissenheit einer vorgeblich jüdischen Technik, sich weltweit zu organisieren, galt.
(Arendt, Hannah, Antisemitismus und faschistische Internationale, in: Geisel, Eike (Hg.), Hannah Arendt. Nach Auschwitz. Essays & Kommentare 1, Berlin: Edition Tiamat 1989, S. 33f.)

Neuer Vorwärts (Nr. 158) vom 21.6.1936, S. 4 (Beilage), Werbetext des Graphia-Verlags für das Buch von Alexander Stein: 

Das Thema dieser Schrift ist nicht etwa künstlich konstruiert. Durch Gegenüberstellung der wichtigsten programmatischen Erklärungen Hitlers und Rosenbergs mit den politischen Rezepten in den legendären “Protokollen der Weisen von Zion” wird tatsächlich der Beweis erbracht, daß diese mit Theorie und Praxis des Nationalsozialismus übereinstimmen und: durchgeführt werden. Die erste quellenkritische Untersuchung, die das Weltbild Hitlers, die Methoden seiner Politik und die Ursachen seines Erfolges aufdeckt und erkennen läßt, was von ihm und dem Nationalsozialismus an Überraschungen noch zu erwarten ist.

Inhalt

  • Hanna Papanek, Wer war Alexander Stein (1881-1948)?
  • Alexander Stein, Adolf Hitler, Schüler der “Weisen von Zion ”
  • I. Die geistigen Wurzeln des Hitlerismus
  • II. Die “Weisen von Zion” als Lehrmeister
    • “Gewalt geht vor Recht!”
    • “Brot und Spiele”
    • “Heil dem Führer!”
    • “Nieder mit der Demokratie!”
    • Der Weg zur Macht
    • Staatsstreich und Diktatur
    • Triumph der Demagogie
    • Der völkische Staat
    • Rechtsverfall und Schreckensherrschaft
    • Denunziantentum und Spitzelei
    • Presseknebelung und Meinungsfabrikation
    • Der Raub der Jugend
    • Vorstoß zur Weltherrschaft
  • III. Satire und Wirklichkeit
    • Von Machiavelli zu Hitler
    • Die Legende von der jüdisch-marxistischen Weltherrschaft
    • Pogrompolitik in Permanenz
    • Außenpolitik des Hakenkreuzes
    • Die Umkehrung der Weltgefahr
  • Literatur
  • Lynn Ciminski / Martin Schmitt: “...die völlige Ausrottung der Juden zum Ziel gesetzt.”
    Alexander Steins “Adolf Hitler - Schüler der ‘Weisen von Zion’” (1936) zwischen praktischer Abwehr und theoretischer Kritik des nationalsozialistischen Antisemitismus
    • Einleitung
    • Entstehung und Verbreitung der “Protokolle der Weisen von Zion” (1897-1933)
    • Der publizistisch-juristische Abwehrkampf gegen die “Protokolle” (1918-1935)
    • Die Exil-SPD und der Antizionismus (1933-1936)
    • Adolf Hitler: Ein “Schüler der ‘Weisen von Zion’” (1935/36)
    • Analysen zum ideologischen Fundament der nationalsozialistischen Expansionspolitik: Steins Artikel für Die Zukunft (1939)
    • “Das Gift, das er ausgestrahlt hat, wird sicherlich noch lange nachwirken” - Steins unvollendete Analyse der “Wurzeln und Triebkräfte des totalitären Antisemitismus” (1944/45)
    • “Aufklärung über das Wesen des Antisemitismus schaffen”: Konzeption eines sozialdemokratischen Bildungsprogramms für Nachkriegsdeutschland (1945-1949)
    • Hannah Arendts Analyse der “Protokolle der Weisen von Zion” im Spiegel der “Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft” (1945-1949)
    • Die “Weisen von Zion” in der “Dialektik der Aufklärung”: Studien des Instituts für Sozialforschung zur Struktur antisemtischer Propaganda und Ideologie (1940-1950)
    • Quellen und Literatur
  • Anhang
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